Die Vienna Vikings sind seit Jahren an vordester Front im Kampf gegen Doping tätig. Wir sehen den Kampf gegen Doping nicht als lästige Pflicht, sondern als dringende Notwendigkeit für jeden verantwortungsvollen Sportverein. Doping ist nicht nur verboten und zutiefst unsportlich, es birgt auch eine Reihe gesundheitlicher Nebenwirkungen und Gefahren, die niemand auf sich nehmen sollte. Für einen Verein mit großem Nachwuchsbereich ist auch die Vorbildwirkung besonders zu bedenken.

Um jede Form von Doping von Anfang an zu verhindern, informieren wir unsere Mitglieder von Anfang an über ihre diesbezüglichen Pflichten. Der Mitgliedsvertrag, den jedes Mitglied beim Eintritt in den Verein unterzeichnen muss, enthält eine umfassende Erklärung, in der das Mitglied bestätigt keine verbotenen Substanzen einzunehmen.

Es ist außerdem Teil unserer Statuten und unseres Leitbildes, dass Doping mit allen Mitteln verhindert werden muss.

Es wäre aber blauäugig, zu glauben, dass wir trotz intensivster Bemühungen alle Dopingfälle verhindern könnten. Die Vienna Vikings haben deshalb anläßlich der wesentlich verschärften neuen Doping-Bestimmungen ein internes Standardvorgehen aufgesetzt, das im Falle einer positiven A-Probe in Gang gesetzt wird. Die Schritte, die unmittelbar nach der Information durch NADA/AFBÖ gesetzt werden sind:

  1. Die Mitgliedschaft der positiv getesteten Person wird mit sofortiger Wirkung ruhend gestellt.
  2. Der Zugang zu allen Räumlichkeiten, Feldern, Kraftkammer, Vereins-Veranstaltungen usw. der Vikings wird unmittelbar untersagt.
  3. Der Kontakt zwischen Trainern und der positiv getesteten Person wird in Bezug auf alle sportlichen Inhalte strikt untersagt.

Eine positive A-Probe bedeutet ein Verfahren vor der ÖADR (Österreichische Anti-Doping Rechtskommission). Diese ist wie ein Gericht, und erst ein Urteil durch die ÖADR bringt endgültige Klarheit über den Status des betroffenen Mitglieds. Wird hier eine Sperre ausgesprochen, so gelten für das Mitglied die Punkte 1-3 für den Zeitraum der gesamten Sperre. Wird die Person freigesprochen, lebt die Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten wieder auf.

Wir erwarten von allen unseren Mitgliedern die aktive Mitarbeit bei der Aufklärung von Doping-Vorwürfen, egal ob sie direkt betroffen sind oder nicht. Auch unsere Coaches sind angehalten die Leitungsentwicklung unserer SportlerInnen zu beobachten und unnatürliche Leistungssteigerungen zu melden.

Leider hat mit Michael Haider, ein Spieler der Vienna Vikings I, am 25. November 2016 die Nachricht einer positiven A-Probe zugestellt bekommen und die Vikings umgehend informiert. Die oben genannten Konsequenzen wurden unmittelbar danach gezogen.

Haider leugnete sein Fehlverhalten in keiner Weise und drückte gegenüber den Vereinsverantwortlichen sein tiefes Bedauern über dieses unentschuldbare Verhalten aus. Ferner sicherte er seine volle Kooperation gegenüber der NADA zu.

Michael Haider war seit vielen Jahren ordentliches Mitglied der Kampfmannschaft der Vienna Vikings. Im Verein war er bei diversen Kontrollen völlig unauffällig.

Es gibt eine gesetzliche Regelung und eine Entscheidung der NADA/ÖADR dazu, was in welcher Form als Doping zu bewerten ist. Diese Entscheidung ist für uns selbstverständlich bindend und wird zu 100% von den Vienna Vikings mitgetragen.

Trotz des Ausschlusses des Spielers und der Unmöglichkeit, in irgendeiner Form am Training teilzunehmen, muss man festhalten, dass es zu kurz greift, wenn man den Betroffenen vollkommen verdammt.

Doping ist eine sehr komplexe Thematik und es ist insbesondere für einen Amateursportler nicht immer einfach, den oft schmalen Grat zwischen Leistungsverbesserung und Doping klar zu erkennen. Bis heute sind zB nach der Statistik der Anti-Doping-Organisationen rund 10% aller Nahrungsergänzungsmittel ohne Angabe auf der Verpackung mit problematischen Wirkstoffen versetzt. Auch wird es Fälle geben, in denen Präparate gedankenlos eingenommen werden, die ebenfalls zu einer positiven Probe führen. All das ist menschlich nachvollziehbar und trotzdem ein klarer Fehler der Einzelperson.

So lange eine etwaige Sperre dauert gibt es von den Vikings keinen Kontakt mit Doping-Sündern. Menschlich ist es aber natürlich insbesondere für Betroffene, die nicht vorsätzlich gehandelt haben, ein harter Einschnitt. Wir mahnen daher auch zu Besonnenheit im persönlichen Umgang und zu Zurückhaltung in sozialen Medien.

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